Fast Nacht – Nacht – Gute Nacht
Es gibt Dinge auf dieser Welt, die werde ich nie wirklich begreifen. Fas(t)nacht oder wie auch immer das heisst ist ein so ein … Zustand. Verkleiden hab ich noch nie wirklich mögen, vielleicht mangels guter Kostüme in meiner Vergangenheit, vielleicht weil mich meine Mutter mitten im Cowboy-Alter in ein Hexen-Häs stecken wollte. Aber dieses generalstabsmässig gezwungene Häs-getrage, dieses Alkohol-Fröhlichsein nach Plan, das Humba-Humba träterätätä-Gehampel … ich erspare mir das dieses Jahr. Ich ertrag das nicht mehr. Ich bin raus. Keine DJ-Einsätze im Februar, keine Szene-Kneipen, ganz sicher nix anderes als höchstens langweilig ins Kino. Am besten weckt mich irgendwer erst nach Ostern wieder auf.
Überhaupt: Szene. Noch so was, wo man mich in nächster Zeit getrost rausrechnen darf. Ich kann es nicht mehr ab. Geheule hier, entsprungene »Liebe« da, hier tuckt einer rum, da hat einer seine Sinnkrise. Wie es mir geht, fragt keiner, reicht ja, wenn ich zuhöre. Dafür war ich schon immer da und gut und das ist man von mir gewohnt. Keine Lust mehr drauf. Kein Bock mehr auf diese Oberflächlichkeit, in der man nur angerufen wird, wenn irgendwer was von einem braucht.
Soviel dazu und damit: Gute Nacht. Wir sehen uns (vielleicht) in einem Monat.
